Dengeln. Wetzen. Mähen.

26
Mai

Sensen, Wetzen, Dengeln Sa. 26. Mai 14.00 bis 18.00 Uhr Theorie So. 27. Mai 8.30 bis 12.30 Uhr Praxis Kursgebühr: 150€ (inkl. kleinem Imbiss) Bitte Körpergröße angeben, die Sensen werden speziell auf die Kursteilnehmer/innen eingestellt. Es muss nicht immer gleich die ganze Nachbarschaft hören, dass Sie gerade Ihre Wiese mähen. Mähen geht auch leise und umweltfreundlich – ruhig in jeder Hinsicht. Mit der Sense! Der Landwirt und Wildbiologe Thomas Huber zeigt Ihnen, wie‘s geht. Als ausgebildeter Sensenmeister beherrscht er diese schonende Mähtechnik perfekt – davon haben wir uns bei erholsamen Urlauben auf seinem schönen Bergbauernhof Pichler in Kärnten, Afritz am See (www.urlaubambauernhof.at, www.amberg.at) selbst überzeugt. Bei unserem zweitägigen Workshop vermittelt Thomas Huber den richtigen Umgang mit Qualitätssensen aus dem Sensenwerk Schröckenfux, Oberösterreich – theoretisch und praktisch. Danach bleibt Ihr Rasenmäher in der Garage Näheres zu Thomas Huber und den den Sensen aus dem Sensenwerk Schröckenfux Thomas Huber kommt aus den südlichen Kärntner Nockbergen und bewirtschaftet mit seiner Familie einen Bergbauernhof. Das Anwesen liegt auf der Sonnseite des Gegendtales auf 1200 m Seehöhe mit Blick auf die Julischen Alpen. Neben der in biologischer Wirtschaftsweise betriebenen Berglandwirtschaft und der Vermietung von Ferienwohnungen („Urlaub am Bauernhof“) bildet die freiberufliche Tätigkeit als Wildtierökologe ein drittes Standbein. Bedingt durch die steilen Hanglagen um den Hof erfolgt die sommerliche Mäharbeit neben dem Einachs-Motormäher auf den steilsten Flächen nach wie vor mit der Sense. Die grundlegenden Kenntnisse im Umgang mit der Sense stammen vom Vater; eine Vertiefung der handwerklichen Fertigkeiten erfolgte durch die Ausbildung zum Sensenlehrer beim österreichischen Sensenverein, dessen Mitglied Thomas Huber auch ist. Die Herkunft der Sensen Die im Kurs verwendeten Sensen stammen aus dem Sensenwerk Schröckenfux aus Roßleithen bei Windischgarsten in Oberösterreich. Das Sensenwerk Schröckenfux besteht als Sensenschmiede seit 1540 und ist eines der beiden letzten Sensenwerke in den Alpen, welche noch geschmiedete Sensen hoher Qualität herstellen. Sonstige derzeit noch produzierte Sensen werden nicht von Hand geschmiedet, sondern mittels Stanzen/Pressen maschinell hergestellt, sind spröder und weisen meist eine geringere Qualität auf. Die Herstellung einer Sense vom Rohling bis zum fertigen Sensenblatt umfasst über 20 Arbeitsgänge, welche alle händisch durchgeführt werden. Während dieser Arbeitsgänge wird die Sense mehrmals erhitzt und wieder abgekühlt. Bei allen Arbeiten ist allein das handwerkliche Geschick des Arbeiters ausschlaggebend. Vom Sensenwerk Schröckenfux werden mehrere Sensentypen ausschließlich für den Sensenverein Österreich hergestellt und über die in der Nähe gelegene Firma Silvanus vertrieben. Sensenverein Österreich Die wesentliche Aufgabe des Sensenvereines Österreich (SVÖ) liegt in der Förderung der Anwendung der Sense in allen Bereichen, mit einem entsprechenden Einsatz auf folgenden Gebieten: Öffentlichkeitsarbeit, Lehrtätigkeit, Forschung und Entwicklung, Dokumentation sowie Sensenverkauf und Service. Genauere Informationen sind auf der Homepage des SVÖ (www.sensenverein.at) nachzulesen. Mit dem Sensenverein Deutschland e.V. besteht eine intensive Zusammenarbeit, so wird z.B. die Ausbildung der SensenlehrerInnen gemeinsam durchgeführt und erfolgt derzeit in Österreich. Auch der Internetauftritt ist aufeinander abgestimmt, z.B. besteht ein gemeinsames Logo (siehe www. sensenverein.de).